Schuldzinsen als nachträgliche WErbekosten bei Vermietung

Das Bundesfinanzministerium hat seine Auffassung zu Schuldzinsen für darlehnsfinanzierte sofort abziehbare Werbungskosten (Erhaltungsaufwendung) nach der Veräußerung des Mietobjektes als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geändert. Bislang wurden aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofs vom 12. Oktober 2002 Zinsen für ein Darlehen, mit dem sofort abziehbare Werbungskosten (Erhaltungsaufwand) finanziert worden sind, als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung anerkannt, und zwar unabhängig davon, ob ein etwaiger Veräußerungserlös zur Schuldentilgung ausgereicht hätte.

Aufgrund neuerer Urteile des Bundesfinanzhofs vertritt die Finanzverwaltung jetzt die Auffassung, dass es Voraussetzung für den nachträglichen Werbungskostenabzug für Schuldzinsen bei darlehensfinanzierten Erhaltungsaufwendungen ist, dass nach der Veräußerung von Mietobjekten der Veräußerungserlös nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen. Diese geänderte Rechtsauffassung gilt erstmals für entsprechende Schuldzinszahlungen, wenn die Veräußerung des Mietobjektes nach dem 31. Dezember 2013 rechtswirksam abgeschlossen ist.

(Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 15. Januar 2014, Aktenzeichen IV C1-S2211/11/10001)

Quelle: Der Steuerzahler 03/14



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